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Landolt Ringe (Landoltringe)
Nicht ganz geschlossene Kreise, die bei der Sehstärkenprüfung als Prüfzeichen benutzt werden. Die Landolt-Ringe gelten als Standard, nach dem die anderen Sehzeichen wie Buchstaben, Zahlen oder Zeichen gestaltet werden, aber weniger exakt sind als die Landolt-Ringe.
 
Lecture B Nahkomfortglas
Lecture B von HOYA ist ein Nahkomfortglas aus CR-39 mit einer Degression von -1,50dpt. Es ist geeignet für mittlere Additionen von 1.75 bis max. 2.50dpt. Dieses degressive Nahglas bietet eine grosse, verzeichnungsfreie Lesebreite zusammen mit einem dreidimensionalen, variablen Tiefen- fokusbereich.
 
Lederhaut
Undurchsichtiger hinterer Teil der äusseren Augenhaut. Die bindegewebige Lederhaut stellt ungefähr 80% der äusseren Augenhaut dar und bildet einen Schutzteil des Augapfels.
 
Lentikular-Gläser / Lenti
Bei sehr starker Kurzsichtigkeit wird bei der Herstellung die Korrektur nicht über die ganze Brillenglasfläche eingeschliffen. Deshalb wird der Rand eines Lentikular-Glases viel dünner und die gesamte Brille um einiges leichter und schöner. Die Einschränkung des Blickfeldes fällt bei diesen Gläsern nicht stark ins Gewicht. Der Schliff kann heute praktisch "unsichtbar" angefertigt werden.
 
Lesebrille
Sie dient nach dem Eintritt der entwicklungsbedingten Weitsichtigkeit (Alterssichtigkeit) zum Ausgleich der verminderten Einstellmöglichkeiten der Augenlinse. Die Lesebrille ermöglicht zwar ein bequemes Sehen im Nahbereich, kann aber für die Fernsicht (z.B. beim Fernsehen) nicht verwendet werden. Möchte man in die Ferne und in die Nähe sehen, ohne jedes Mal die Brille zu wechseln, so braucht man Bifokal-, Trifokal- oder Gleitsichtgläser.
 
Lesedistanz / Leseabstand
Als Lesedistanz wird der Abstand bezeichnet, in dem der Brillenträger nahe Objekte hält, um zu lesen. Somit wird das nahe Objekt in dieser bestimmten Entfernung scharf auf der Netzhaut abgebildet. Hier spielt die Lesegewohnheit eine grosse Rolle. Als Standard Lesedistanz werden 40cm definiert.
 
Leseprobe/ Nahsehprobe
Nahsehproben zum Testen des Nahvisus (Nahsehstärke), können Sie gerne über den Werbemittelbestellshop von Knecht & Müller AG bestellen.
Verweis: Visus
 
Leseunterstützung
Verweis: Nulux Active
 
Leuchtdichte
Wert für die Helligkeit einer leuchtenden Fläche, berechnet als Quotient aus Lichtstärke und Fläche. Masseinheit: Candela pro m2, Abk. cd/m2.
 
Levatorfunktion
Lidheberfunktion
 
Licht
Elektromagnetische Strahlung, die sich gradlinig ausbreitet (Lichtgeschwindigkeit: 300'000 km/s). An der Grenze zweier Medien (z.B. zwischen Luft und Glas) wird die Strahlrichtung geändert (Brechung). Weisses Licht kann in verschiedene Farben zerlegt werden (Prisma), da diese eine unterschiedliche Brechung haben. Trifft Licht auf undurchsichtige Körper wird es entweder zurückgeworfen/reflektiert (Spiegel, weisse Flächen), oder teilweise (farbige Flächen) bzw. ganz (schwarze Flächen) absorbiert.
 
Lichtbrechung
 
Lichtmenge
Produkt aus Lichtstrom x Zeit, Masseinheit Lumenstunde (lmh).
 
Lichtstrom
Gesamte, von einer Lichtquelle ausgehende Strahlungsleistung, soweit sie vom Auge als Licht wahrgenommen wird. Masseinheit: Lumen (lm).
 
Lichtstärke
Lichtstromdichte nach internationalem Einheitssystem. Eine nach allen Seiten gleichmässig strahlende Lichtquelle von 12,57 Lumen (Lichtstrom) hat die Masseinheit: 1 Candela (cd)
 
Lichttransmissionsgrad
Der Lichttransmissionsgrad gibt den Anteil der sichtbaren Strahlung (380 nm bis 780 nm) an, der senkrecht durch das Glas oder die Glaseinheit hindurchtritt. Er wird in Prozent angegeben.

Je höher der Lichttransmissionsgrad um so mehr Licht dringt durch das Brillenglas.

 
Lichtwellen
Gemäss Quantentheorie masselose Teilchen (Lichtquanten, Photonen), die von den Elektronen der Atome emittiert (ausgesandt) und absorbiert werden.
 
Lid
Kurzform für Augenlid. Teil der Schutzeinrichtung für das Auge.
 
Lidschlussreflex
Eigenschaft eines Auges, bei starkem Lichteinfall oder bei Gefahr (Geräusch, schnell nähernder Gegenstand) schnell (in weniger als einer Viertelsekunde) einen Lidschluss auszuführen, das heisst das Auge zu Schliessen.
 
Linse (Augenlinse)
Mit der Linse erhält das Auge die Fähigkeit, Gegenstände, die in verschiedenen Entfernungen liegen, deutlich auf die Netzhaut abzubilden. Zu diesem Zweck ist die Linse elastisch und kann sich verschieden stark durchbiegen. Diese Elastizität, und damit das Einstellvermögen (Akkommodation), nimmt mit der Zeit ab. Es entsteht so eine entwicklungsbedingte Weitsichtigkeit.
 
Linsenlosigkeit
Verweis: Aphakie
 
Listingsche Regel
Beim Blick durch ein Brillenglas schaut der Betrachter nicht immer gerade, sondern oft auch schräg durch das Brillenglas. Hierbei kommt es zu einem Missverhältnis der Hauptschnittrichtungen von Glas und Auge in Bezug auf die Sehachse. Mithilfe der Listingschen Regel Iässt sich dieses Phänomen berechnen und neutralisieren. Es berücksichtigt, dass ein (astigmatisches) Auge normalerweise nicht nur in die Richtung entlang seiner zylindrischen Hauptschnittebenen schaut, sondern auch in alle anderen. Mit anderen Worten: Es bewegt sich natürlich. Die Augenbewegungen müssen entsprechend dieser Regel in sämtlichen möglichen Blickrichtungen untersucht werden. Die hierfür verwendeten, simulierten Visusmessungen sind nicht nur auf die Hauptschnittebenen des Glases beschränkt.
Hoyalux iD präsentiert sich als Gleitsichtglas, das diese Listingsche Kalkulationsmethode beim Design berücksichtigt.
 
Low Vision
"Low Vision" beschreibt eine Einschränkung des Sehens, die sich weder durch eine Brille noch durch Kontaktlinsen korrigieren lässt. Eine solche Sehverminderung kann verschiedene Ursachen haben und sich unterschiedlich auswirken.

Mögliche Ursachen
  • Makula-Degeneration (betrifft Sehschärfe-Zentrum)
  • Retinitis pigmentosa (Netzhauterkrankung)
  • Usher-Syndrom (Erbkrankheit, die das Sehen und Hören betrifft)
  • Diabetes (Zuckerkrankheit)
  • Katarakt (Grauer Star)
  • Glaukom (Grüner Star)
  • Augenverletzungen
Mögliche Symptome
  • Blendempfindlichkeiten (verschiedene Arten)
  • Verzögerte Anpassung an Helligkeit oder Dunkelheit
  • Gesichtsfeldeinschränkung
  • Gesichtsfeldausfälle
  • im Zentrum des Bilds kann man nichts mehr erkennen
  • schneller Abfall der Sehschärfe
  • gerade Linien sieht man krumm oder verzerrt
  • vermindertes Kontrastsehen
  • Nachtblindheit
Auswirkungen im Alltag

In unserer stark visuell ausgerichteten Welt ist der Alltag mit einem eingeschränkten Sehvermögen schwierig. Man ist verunsichert in der Orientierung und eingeschränkt in der Mobilit?t als Fussgänger/in. Man hat Mühe beim Lesen von Zeitung, Fahrplan, Preisschildern oder Kontoauszügen; Handarbeiten sind erschwert. Körperpflege, Haushaltarbeiten, Dinge suchen und finden, etc., werden immer schwieriger oder sind gar unmöglich. Mit schwindender Selbständigkeit, Sicherheit und Mobilität ist man zunehmend auf Hilfe angewiesen.

Optimales Ausnützen der verbliebenen Sehkraft

Auch wenn die Ursachen dieser Sehverminderungen nicht behoben, und deren Auswirkungen nicht ausreichend kompensiert werden können, besteht doch die Möglichkeit, die verbleibende Sehkraft optimal auszunützen.

Eine kompetente Low Vision-Beratung zielt darauf ab, die verbleibende Sehkraft mit allen Möglichkeiten optimal auszunützen. Dabei wird die individuelle Situation der Seheinschränkungen anhand von Tests und Gesprächen abgeklärt. Je nach Alltagsbereichen, in denen eine Verbesserung der Sehrest-Ausnützung gewünscht wird, können entsprechende optische Sehhilfen abgeklärt werden.

 
Lumen
Lichtstrom
Abkürzung: lm
Verweis: Lichtstrom
 
Lumenstunde
Lichtmenge
Abkürzung: lmh
Verweis: Lichtmenge
 
Lupe (Lesehilfe)
Einzellinse oder Linsensystem mit positivem Brechwert zur vergrößerten Betrachtung naher Objekte.
Verweis: Low Vision
 
Lux
Beleuchtungsstärke
Abkürzung: lx
 
Lötung / Löten
Das Löten und Kitten von Brillenfassungen ist ein Teil der handwerklichen Ausbildung zum Augenoptiker.
Beim Löten werden die beiden zu verbindenden Teile auf den Schmelzbereich des Lotes erhitzt. Das erwärmte Lot fliesst aufgrund von Kapillarwirkung (=Ausbreitung von Flüssigkeiten in engen Spalten) in den Lotspalt zwischen die zu verbindenden Teile. Dabei diffundiert (eindringen) das Lot auch in die relativ poröse Materialoberfläche und schafft so eine feste Verbindung.
 

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