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Facette
Der Begriff Facette beschreibt eine kleine angeschliffene Fläche auf Brillengläsern. Durch diese Anschrägung am Rand des Brillenglases, kann das Glas fest in die Brillenfassung eingefasst werden. Eine Spitzfacette sollte idealerweise einen Winkel von 120° aufweisen. Bei Randlosen Brillen wird auf die Gläser eine sogenannte Flachfacette angeschliffen.
 
Farbenblindheit
Anstelle von Farbenblindheit sollte man besser von Farbenfehlsichtigkeit sprechen. Dieser Sehfehler betrifft vor allem Männer. Je nach Art der Farbenfehlsichtigkeit können eine oder mehrere Farben als Grauton gesehen bzw. Nuancen nicht unterschieden werden. Dieser Sehfehler kann mit Brillengläsern nicht behoben werden.
 
Farbfehler/ Chromatische Aberration
 
Farbsaum / Farbsäume
Trifft ein Lichtbündel unter einem bestimmten Winkel auf ein Brillenglas, entsteht durch die prismatische Ablenkung ein Farbsaum. Dieser ist stärker ausgeprägt je höher der Brechungsindex ist.
 
Fassungsscheibenwinkel FSW
Da sich bei stark durchgewölbten Brillen der Fassungsscheibenwinkel ändert (in der Regel 10-25°), treten optische Nebenwirkungen auf.

Um die Augendrehpunktforderung bei diesen stark durchgebogenen Brillengläsern zu erfüllen, werden die Korrekturwerte aufgrund des Fassungsscheibenwinkels umgerechnet.

 
Federscharnier
Viele Fassungen werden mit Bügelscharnieren versehen, die eine kleine Feder enthalten. Die beim Aufsetzen und vor allem beim unsachgemässen, einhändigen Ablegen der Brille auftretenden Kräfte werden grösstenteils in diesen Federscharnieren aufgefangen. Dadurch verzieht sich die Brille weniger rasch und die Passform bleibt länger erhalten.
 
Fernbrille
Damit bezeichnet man alle Brillen für das Sehen in Entfernungen von mehr als zwei bis drei Metern. Nach Eintritt der Alterssichtigkeit (Presbyopie) kann das Glas ohne zusätzliche Korrekturen nicht gleichzeitig für die Nahsicht verwendet werden. In diesen Fällen wird dann ein Mehrstärkenglas oder eine zusätzliche Lesebrille eingesetzt.
Verweis: Presbyopie
 
Filter AR
Die Filter AR aus dem Hause Knecht & Müller beinhaltet eine einfache Entspiegelung (reflexmindernd mit schmutz- und wasserabstossender Aqua-Schicht) und eine 15%-ige Tönung (braun/grau). Der Restreflex ist blau.
Verweis: Entspiegelung
 
Filtergläser
getönte Gläser
 
Fixation
Mit Fixation wird das gezielte Betrachten eines Objektes bezeichnet. Im Idealfall wird das Objekt in der Netzhautgrube (Foveola) abgebildet, dem Punkt des schärfsten Sehens.
 
Fixierlinien
Bei Normalstellung der Augen, verlaufen die Fixierlinien vom betrachteten Objekt, durch den optischen Mittelpunkt des Brillenglases und verlaufen idealerweise durch die Augendrehpunkte Z'.
 
Flächenastigmatismus
Der Begriff des Flächenastigmatismus wird bei Gleitsichtgläsern gebraucht. Der Flächenastigmatismus gibt die Summe aller astigmatischen Flächenelemente einer Gleitsichtglasoberfläche an.
Besonderheiten:
1. Der Flächenastigmatismus bleibt für eine bestimmte Oberfläche konstant. Verbesserungen auf einer Seite, führen zu Nachteilen auf der anderen Seite.
2. Satz von Minkwitz:
Der Flächenastigmatismus nimmt von der Mittellinie zur Peripherie hin zu./ Je höher die Addition, desto enger der Progressionsbereich./ Je länger der Progressionskanal, desto breiter der Progressionsbereich.
3. Je grösser die Fläche auf der der Flächenastigmatismus verteilt wird, desto angenehmer (weicher) wird das Brillenglas empfunden.
 
Flächenbrechwert
Der Flächenbrechwert (D1) wird bestimmt durch den Brechzahlunterschied von zwei optischen Medien im Verhältnis zu dem Krümmungsradius dieser Fläche (r1). Beide Flächenbrechwerte, D1 und D2, ergeben unter Berücksichtigung der Mittendicke, den Brechwert (D) eines Brillenglases.
 
Fokussieren
Scharfstellen, es werden Strahlenbündel in einem Punkt vereinigt.
 
Fotochromatisch
SuchbegriffSynonym: Phototrop
Als fotochromatisch, oder phototrop bezeichnet man Brillengläser aus Kunststoff oder Silikat, die sich durch Sonneneinstrahlung dunkler tönen.
 
Fovea centralis / Foveola
Die Fovea centralis, die Netzhautgrube, ist der Bereich des schärfsten Sehens. Hier wird das höchste Auflösungsvermögen erreicht. Die Fovea befindet sich im Zentrum des sog. gelben Flecks (Macula lutea).

Die Foveola ist der innerste Bereich mit einem Durchmesser von ca. 0.3mm und repräsentiert die Hauptsehrichtung.

 
Franklin-Glas/ Franklin Glas
Die Erfindung des Bifokalglases ist auf Benjamin Franklin zurückzuführen, der 1785 zum ersten Mal eine Bifokalbrille vorstellte. Diese bestand aus zwei Halbgläsern die zusammen eingespannt wurden, das obere für die Ferne, das untere für die Nähe.
Auch heute werden diese Gläser noch gefertigt. Bestellbar über Knecht & Müller AG.
 
Freeform-, Freiform-Technologie
Die modernen indivduellen Gleitsichtgläser werden mit der Freiform-Technologie hergestellt.

Mit dieser neuen Technologie ist es möglich jeden einzelnen Punkt eines Brillenglases zu berechnen. Flächenformen können völlig frei gestaltet werden und individuelle Brillengläser massgeschneidert für den Brillenträger gefertigt werden.

 
Funktionaloptometrie
Funktionaloptometrie beschäftigt sich mit Funktionsstörungen, die bei gesunden Augen aufgrund eines gestörten Sehverhaltens oder einer fehlerhaften Sehentwicklung auftreten und zu Problemen der visuellen Wahrnehmung führen.
Verweis: Optometrie
 
Fusion
Mit Fusion wird die Verschmelzung zweier Seheindrücke bezeichnet, die mit beiden Augen wahrgenommen werden. Im Idealfall verschmelzen die beiden Bilder des rechten und linken Auges zu Einem.
 

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